Der Kirchort Lauenhagen
Lauenhagen liegt nördlich von Stadthagen. Urkundlich erwähnt wird es erstmals im Jahre

1247 als Levvenhagen
1253 als Lewenhagen
1339 als Lowenhagen
1546 als Lawenhagen
1549 als Lauwenhagen
1703 als Lauenhagen
Es hatte 1253 eine Kirche, die unter dem Patronate des Bischofs von Minden stand und daher auf dem Boden der Schenkung des Mirabilis gegründet sein wird. Lauenhagen ist vielleicht unter Heinrich dem Löwen entstanden, der gerade in unserer Gegend manchen Besitz gemeinschaftlich mit den Askaniern von den Billungern geerbt hatte. Es erscheint wie Nordsehl im Halbteilbesitz der askanischen Herzöge und des Bischofs von Minden. Der Ort ist als Kirchspiel nicht sehr alt, aber der Bauart nach eine ältere Siedlung als die anderen Hagen-Kolonistendörfer, obgleich es mit diesen zu derselben Zeit erscheint.
Im Hagenrodungsgebiet hat sich in Lauenhagen ein Landgericht oder Go gebildet. Natürlich war es im strengen Sinne kein eigentliches Gogericht. Vermutlich befand es sich von Anbeginn an in der Hand des Landesherrn. Das Gericht in Lauenhagen besaß auch die Kriminalgerichtsbarkeit und war für seine harte Rechtssprechung gefürchtet. Etwa um 1520 muß es aber bereits eingegangen sein. Das Amt Stadthagen hatte die Gerichtshoheit an sich gezogen.
Bereits vor dem ersten urkundlichen Nachweis von 1632 bestand in Lauenhagen bereits eine Schule für die Kinder des gesamten Kirchspieles. Erst 1737 bekommt das dem Kirchspiel zugehörige Hülshagen eine eigene Schule, welche im Jahre 1863 durch einen Neubau ersetzt wird.
1928/1929 findet der letzte Bauerntag in Hülshagen statt.
In der Nachkriegszeit entstanden ab 1955 mehrere Neusiedlungsgebiete in Lauenhagen und Hülshagen. Bei einem Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden wird Lauenhagen 1961 Landessieger in Niedersachsen und belegt auf Bundesebene den 10. Platz. Dieses konnte im Jahre 1965 durch eine Goldmedaille im Bundeswettbewerb noch übertroffen werden.