Erste urkundliche Erwähnung von Idensen


Idensen, südlich des Steinhuder Meeres, gelegen zwischen Sachsenhagen und Wunstorf wird urkundlich erwähnt im Jahrzehnt zwischen 1120 und 1130: Der Bischof Sigward von Minden verschenkt seine ererbten Besitzungen westlich der Leine an die Kirche von Minden. Zu diesen Besitzungen gehört auch Idanhusen (Idensen).

Über Wunstorf, dessen Kloster 871 von Minden aus gegründet worden war, schob sich durch die Rodungsvorstöße zwischen 700/800 und 1200 in den Duhlwald, ein schmaler Siedlungskeil nach Westen, wodurch auch Idensen entstand. Der Ort gehörte zum Wunstorf-Seelzer Siedlungsgebiet. Von Idensen aus wurden die Nebendörfer Niengraben und Idensermoor in das feuchte Waldland vorangetrieben.

In dem Lehnsregister des Bischofs Gottfried von Minden aus den Jahren 1304 - 1324 heißt es, daß die Grafen von Spiegelberg in Ydenhusen (Idensen) 4 Höfe hätten. Im Jahre 1325 schenkt Graf Johann von Roden der Kirche in Idensen seinen Hof zu Mesmerode, den sogenannten Eichhof, nebst der dazu gehörigen Wassermühle. Das Lehnsregister Bischof Ottos von Minden aus den Jahren 1385 - 1397 führt für Berthold von Lenthe unter anderem einen Hof und eine Kote in Idensen auf. Weiterhin werden erwähnt Hildebrand von Lenthe mit 3 Hufen in Idensen und Bertold von Lenthe mit 7 Hufen. Die Familie von Lenthe war in Idensen somit reich begütert.

Am Steinhuder Meer, im späteren Amt Hagenburg, traten die Schaumburger etwa im zweiten Drittel des 14. Jahrhunderts als Nachfolger der Grafen von Wunstorf-Roden auf, später ebenfalls im Amt Bokeloh, zu dem Idensen und Mesmerode zählten.

Aus dem ganzen 15. Jahrhundert werden keine Urkunden von Idensen überliefert. Der Ort wird erst wieder in einer Urkunde von 1514 erwähnt, in der zum ersten Mal die Namen von Einwohnern übermittelt werden. Es werden erwähnt:

Weitere Urkunden finden sich in den Jahren bis 1553, danach hört die urkundliche Überlieferung jedoch auf, in denen es um Schenkungen an die Kirche geht. Mit Bildung der herrschaftlichen Verwaltung , treten die einzelnen Höfe und ihre Besitzer im laufenden 16. Jahrhundert in den Vordergrund.


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