Sigwardskirche in Idensen



Die Kirche wurde zwischen 1120 und 1129 vom Bischof Sigward von Minden erbaut. Durch enge Beziehungen zu den geistigen und künstlerischen Bestrebungen seiner Zeit, war Sigward in der Lage, seine Kirche, (wahrscheinlich auch als Grablege des Mindener Bischofs), von ausgewählten Architekten entwerfen und von ausgesuchten Baumeistern errichten zu lassen. Ein rheinischer Baumeister wird die Kirche konzipiert und gebaut haben, denn die Kunst des Wölbens hatte um 1130 im Rheinland starken Fortschritt. Sicherlich hat auch Bischof Sigward als Auftraggeber den Kirchenbau stark beeinflußt und das der Bischof hohe Ansprüche stellte, zeigt sich an den sorgfältig bearbeiteten Sandsteinquadern, aus denen der Kirchenbau besteht.



Die kleine romanische, einschiffige Kirche besitzt einen viereckigen Turm, der von einem Satteldach abgeschlossen ist, welches im Jahre 1823 entstanden ist. Vorher ist es vermutlich ein Zeltdach mit Dachreiter gewesen. Dem schlichten Außenbau ist ein Westturm vorgelagert, von dem man annimmt, daß dieser mit dem Wohnhaus von Sigward in Verbindung stand. Das Dach der Kirche war bis 1670 ursprünglich mit Blei gedeckt.






Im Gegensatz zu dem schlichten Äußeren der Kirche, übersteigt das Innere alle Erwartungen: acht schlanke Säulen aus grünem Stein, Wandmalereien aus der Erbauungszeit um 1130. Auf der Nordseite des Langhauses befinden sich Szenen aus dem Alten Testament, auf der Südseite die des Neuen Testamentes.

An den Decken sind biblische Szenen, an den Wänden Heiligendarstellungen zu sehen.





Über die Treppe innerhalb des Turmes gelangt man ins Obergeschoß, welches eine Kapelle darstellt und wahrscheinlich die Privatkapelle des Bischofs gewesen ist, zu der er aus seinen vermuteten Wohngemächern direkten Zugang hatte. Eine jetzt vermauerte Tür in Fußbodenhöhe der Kapelle scheint darauf hinzuweisen.






Aufgrund der stetig anwachsenden Bevölkerung wurde die Erbauung einer neuen, größern Kirche immer notwendiger. Dieser Wunsch entstand bereits im Jahre 1710, wurde aber erst im Jahre 1885 aus Kostengründen realisiert. Am 16. September 1888 konnte die Einweihung der neuen Kirche gefeiert werden:


Eingepfarrt sind die Dörfer:





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Gedenktafeln an der alten Sigwards-Kirche